Katholikenkomitee fordert europäische Lösung in Flüchtlingsfrage

 

Bonn (KNA) Vor dem EU-Flüchtlingsgipfel fordert das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) eine gemeinsame europäische Strategie.  Zugleich wandte sich der zuständige ZdK-Sprecher Martin Kastler am Dienstag in Bonn gegen Grenzschließungen. „Wenn das Schengener Abkommen flächendeckend ausgesetzt würde, wäre dies ein folgenschwerer Rückschlag für die europäische Einigung und die Wertegemeinschaft, die uns verbindet“, so der ehemalige CSUEuropaabgeordnete.

Kastler betonte, die EU sei keine reine Wirtschaftsgemeinschaft, sondern teile ein gemeinsames Wertesystem. „Jeder Mitgliedsstaat muss Verantwortung übernehmen und sich bewusst machen, dass für die gemeinsam errungenen Freiheiten und Rechte eingestanden und mit der Mitgliedschaft verbundene Pflichten erfüllt werden müssen.“ Deswegen seien die Mitgliedsstaaten aufgefordert, sich an gemeinsam getroffene Beschlüsse der vergangenen Monate zu halten und beispielsweise ihren jeweiligen Anteil zu der vereinbarten Umverteilung von 160.000 Flüchtlingen beizutragen. Am Donnerstag und Freitag wollen die EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel über das weitere Vorgehen in der Flüchtlingspolitik beraten.

(KNA – qkmlq-89-00056)