Keine Feier zum Ende des Ramadan – Trump bricht mit Tradition

Washington (KNA) Die US-Regierung hat mit einer fast 20 Jahre alten Tradition gebrochen und keine Feier zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan veranstaltet.

Präsident Donald Trump sandte dafür am Samstag (Ortszeit) einen Gruß an Muslime, die das Fest des Fastenbrechens begingen. Der Brauch eines alljährlichen „Iftar“-Essens im Weißen Haus oder eines Empfangs zum Ende des Fastenmonats („Eid al-Fitr“) wurde 1999 unter US-Präsident Bill Clinton (1993-2001) begründet. Seine Nachfolger George W. Bush (2001-2009) und Barack Obama (2009-2017) setzten ihn fort. Eingeladen waren muslimische Geistliche und Führungspersonen, Vertreter anderer Glaubensgemeinschaften sowie politische Repräsentanten.

US-Außenminister Rex Tillerson hatte keine entsprechende Einladung ausgesprochen. Der Republikaner stellte sich damit gegen eine Empfehlung seines Ministeriums, das für die Einladung zuständig ist. Auf Nachfrage von US-Medien hieß es damals, US-Botschafter weltweit würden ermuntert, an entsprechenden Zeremonien teilzunehmen. Am Samstag endete der islamische Fastenmonat Ramadan.

Für Muslime ist das Fasten, das jeweils im neunten Monat des islamischen Mondjahres stattfindet, eine der fünf Säulen ihrer Religion neben dem Pilgern nach Mekka, den täglichen Gebetszeiten, dem Glaubensbekenntnis zu Allah und dem Almosengeben. Auf das Ende des Ramadan folgt das dreitägige Fest des Fastenbrechens. Durch das Fasten soll deutlich werden, dass die Religion einen höheren Wert hat als das tägliche Leben. Der Ramadan ist auch der Monat der Nächstenliebe und der guten Taten.

(KNA – rkqmp-89-00006)

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