„Trialog“ zwischen Buddhismus, Islam und Christentum in Münster

Münster (KNA) Einer der weltweit ersten „Trialoge“ zwischen Buddhismus, Islam und Christentum findet kommende Woche in Münster statt.

Rund 20 Wissenschaftler aus Japan, den USA, Thailand, Vietnam, der Türkei und Deutschland vergleichen von Mittwoch bis Freitag zentrale Glaubensinhalte der drei Weltreligionen und erörtern deren gesellschaftliche Bedeutung, wie das Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Universität Münster am Donnerstag ankündigte.

Dabei finden am Mittwoch zwei öffentliche Vorträge statt. Der Religionswissenschaftler Perry Schmidt-Leukel vom Exzellenzcluster erklärte, seit Jahren gebe es einen christlich-buddhistischen Dialog sowie Ansätze zu einem buddhistisch-islamischen Austausch. „Nun ist es an der Zeit, die drei großen Religionen in ein Gespräch zu dritt zu bringen“, so der anglikanische Theologe, der das Trialog-Projekt gemeinsam mit dem japanischen Buddhismus Experten Dennis Hirota von der Universität Kyoto leitet.

Ziel der interreligiösen Grundlagenarbeit sei es, durch den Vergleich der Glaubensannahmen neue Formen der theologischen Reflexion zu gewinnen und Einsichten aus den anderen Religionen in die eigene einzubeziehen. Im Mittelpunkt der Tagung stehen die Menschenbilder der drei Religionen sowie deren Vorstellungen vom Bösen. Die beiden öffentlichen Vorträge finden am Mittwoch statt (ab 18.15 Uhr im Hörsaal KTh1, Johannisstraße 8-10).

Der Leiter des Zentrums für Islamische Theologie der Uni Münster Mouhanad Khorchide spricht über das Verhältnis des Islam zu anderen Religionen. Der thailändische Religionswissenschaftler Imtiyaz Yusuf befasst sich mit den zunehmenden Spannungen zwischen Muslimen und Buddhisten in Asien.

(KNA – rkrkq-89-00053)