UN: Brutale Regierungen treiben Afrikas Jugend zum Extremismus

Kapstadt (KNA) Brutales Regierungshandeln treibt viele afrikanische Jugendliche laut einer Studie in die Arme islamistischer Terrororganisationen.

Ein Großteil der Jugendlichen wisse dagegen wenig über die eigene Religion, sagte Mohamed Yahya, Regionalkoordinator des UN Entwicklungsprogramms UNDP, im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (Mittwoch).  Hintergrund ist der jüngste UNDP-Bericht „Der Weg in den Extremismus in Afrika“. Dafür waren 500 Jugendliche aus den Reihen von Boko Haram (Westafrika), Al-Shabaab (Ostafrika) und des „Islamischen Staates“ (Nordafrika) befragt worden.

„71 Prozent der Befragten gaben an, dass Hass auf die Regierung ihnen den entscheidenden Grund lieferte, einer extremistischen Organisation beizutreten“, führte Yahya aus. Wer die Schriften und Lehren des Islam hingegen relativ gut kenne, sei gegen eine Rekrutierung durch Terroristen eher immun. Der UN-Mitarbeiter rief die Regierungen in den betroffenen Regionen auf, die eigenen Sicherheitskräfte stärker auf Rechtsstaatlichkeit und die Einhaltung der Menschenrechte zu verpflichten.

(KNA – rktlt-89-00201)