Weltkirchenrat verurteilt Anschlag im Sinai

Genf (KNA) Der Weltkirchenrat hat den blutigen Anschlag gegen eine Sufi-Moschee auf der SinaiHalbinsel in scharfen Worten verurteilt.

Die „Attacke auf unsere muslimischen Brüder und Schwestern“ zeige eine empörende Verachtung des menschlichen Lebens, erklärte der Generalsekretär des Weltkirchenrats, Pfarrer Olav Fykse Tveit, am Samstag in einem Kondolenzschreiben an den Großimam der Kairoer Al-Azhar-Universität, Ahmad al-Tayyeb. „Diese Verachtung ist umso schmerzvoller, wenn betende Menschen getroffen werden“, so Fykse Tveit. Solche Verbrechen gegen Gläubige unterschiedlicher Religionen, gegen Kirchen und Moscheen könnten niemals mit Religion verbunden sein, betonte der Generalsekretär: „Im Gegenteil, diese Verbrechen zielen darauf ab, die Botschaft der Nächstenliebe, die allen Religionen gemeinsam ist, zu zerstören.“ Er sicherte der sunnitischen Al-Azhar die Unterstützung des Weltkirchenrats bei der Bekämpfung des Extremismus zu. Das Engagement gegen den Terrorismus im Nahen Osten nannte er eine „gemeinsame Verantwortung“.

Bei dem islamistischen Anschlag auf die Sufi-Moschee während des Freitagsgebets starben durch Sprengkörper und Schusswaffen mehr als 300 Menschen. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al Sisi hatte nach dem Anschlag umgehend eine „harte Antwort“ angekündigt. Die ägyptische Luftwaffe flog auf dem Sinai inzwischen Angriffe gegen Kämpfer, die als Ableger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ gelten.

(KNA – rllmp-89-00027)