Vatikan besorgt über Gewalteskalation in Israel

Rom (KNA) Der Chefdiplomat des Papstes, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, hat sich besorgt über die Lage im Nahen Osten geäußert.

Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump verursache schwere Komplikationen. „Hoffen wir, dass sich nicht ein Prozess der Gewalt entzündet“, sagte Parolin dem italienischen katholischen Sender TV2000 am Wochenende. Der Kardinal erinnerte an die Mahnung von Papst Franziskus, jetzt müssten „Weisheit und Klugheit Oberhand behalten“. Es gelte alles zu vermeiden, was zu noch stärkeren Spannungen führen könne. Die Lage sei zweifellos „besorgniserregend“, sagte Parolin.

Die Ankündigung von US-Präsident Trump, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, hatte neue Unruhen in Israel und den Palästinensergebieten ausgelöst. Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften sowie durch einen israelischen Militärschlag gegen ein Waffenlager der Hamas in Gaza wurden laut Medienberichten mehrere Menschen getötet und Hunderte verletzt. Die Arabische Liga trat am Samstag in Kairo zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen.

(KNA – rlmlk-89-00050)