Verbände von Juden und Muslimen rufen zum Dialog auf

Berlin (KNA) Angesichts der Verhandlungen für eine große Koalition in Berlin rufen zwei Verbände von Juden und Muslimen gemeinsam zum Dialog auf.

Sie regten dazu einen sogenannten Beschlussantrag für die Koalitionsverhandlungen an, den sie am Freitag veröffentlichten. „In Deutschland besteht die begründete Hoffnung, dass jüdisches Leben nach der Schoah wieder eine Zukunft hat“, heißt es in dem Papier der Union progressiver Juden in Deutschland und des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Es seien zahlreiche jüdische Gemeinden verschiedener Ausrichtungen entstanden, zudem würden Rabbiner ausgebildet. Die jüdische Theologie sei als Fach an der deutschen Universität verankert worden.“Vor diesem Hintergrund wird diese Koalition alles tun, damit die Konsolidierung jüdischen Gemeindelebens voranschreitet“, appellieren die beiden Verbände.

Eine mögliche große Koalition solle zudem „dafür Sorge tragen, dass die sich bildende jüdische Zivilgesellschaft mit ihren wertvollen Initiativen und gesellschaftlichen Impulsen gute Voraussetzungen erhält, um sich auszudifferenzieren und zu entwickeln“. Außerdem sollten der Dialog und ein gutes Miteinander von Juden, Christen und Muslimen gefördert werden. Die künftige Bundesregierung müsse zudem „entschieden“ den Antisemitismus bekämpfen und antiislamische Übergriffe und Stimmungen in der Gesellschaft ächten.

(KNA – sklmq-89-00204)