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Jesiden fürchten Massaker in syrischer Kurdenregion

07. Februar 2018
Kurden, Syrien, Zentralrat der Jesiden

Frankfurt (KNA) Der Zentralrat der Jesiden fordert einen Waffenstillstand in der syrischen Kurdenregion Afrin und einen Korridor nach Aleppo.

“Die Kämpfe müssen unterbunden werden, um ein Massaker an religiösen Minderheiten zu verhindern”, sagte der Vorsitzende des Zentralrats, Irfan Ortac, der “Frankfurter Rundschau” (Dienstag). Die Region, in der jüngst türkische Soldaten einmarschiert waren, müsse wieder unter syrische Hoheit kommen, forderte Ortac. Die Menschen berichteten von absoluter Angst und Verzweiflung und seien von allen Seiten umzingelt. Die Türken böten keinen Schutz. In der Region leben nach Angaben des Zentralrats rund 15.000 Jesiden.

Die Region galt seit Kriegsausbruch in Syrien als eine der sichersten. “Die Region war auch mustergültig für inter-religiöse Vielfalt und für multi-ethnische Vielfalt”, sagte Ortac. Jesiden, Sunniten, Christen und einige jüdische Familien hätten dort nebeneinander gelebt. Nach dem Massaker an Jesiden im Nordirak vor beinahe vier Jahren werden nach Aussage des Zentralrats weiterhin rund 3.000 Frauen und Mädchen vermisst. Bei einigen sei es in den vergangenen Jahren gelungen, sie freizukaufen und auch nach Deutschland in Sicherheit zu bringen.

(KNA – skmkq-89-00042)

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