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Ein Land im Wandel

24. April 2018
Myanmar

Myanmar zehn Jahre nach Wirbelsturm Nargi. Michael Lenz (KNA).

Rangun (KNA) Myanmar im Frühling 2018: Das Militärregime hat einer gewählten zivilen Regierung Platz gemacht, Franziskus das Land im vergangenen November als erster Papst besucht. Zugleich aber haben sich die gewaltsamen ethnisch-religiösen Konflikte verschärft. Die Bischofsstadt Pathein wird der Opfer des Wirbelsturms Nargis vor zehn Jahren gedenken und am 29. und 30. April Gastgeberin des Katholischen Jugendtags von Myanmar sein.

“Meine Mutter ist durch Nargis umgekommen”, erzählt Hnip Wai. “Mein Vater überlebte, aber er ist sehr arm”, so die 14-Jährige, eines der letzten Nargis-Kinder im katholischen Waisenhaus der 300.000-Einwohner-Stadt Pathein. “Die meisten Waisen sind inzwischen erwachsen und haben Familien gegründet”, sagt Schwester Theresa Kesim im mit Bildern von “Mother Su” – Aung San Suuy Kyi – und der Muttergottes dekorierten Gemeinschaftsraum.

In einem Besprechungszimmer der Karuna, der Caritas des Bistums Pathein, erinnert sich Raymond Soe Lay an seine Nargis-Einsätze. “Die festen Häuser in Pathein haben dem Sturm standgehalten. Die Dörfer mit ihren Holzhütten aber waren dem Erdboden gleich. Der Pathein River, ein Nebenfluss des Irrawaddy, war voller Leichen.” Die Caritas habe zunächst Nothilfe geleistet und dann den Menschen beim Wiederaufbau geholfen. “Wir haben den Bauern Kühe und Schweine und Mikrokredite gegeben. Besonders wichtig war die psychosoziale Betreuung der Überlebenden”, erzählt der Karuna-Mitarbeiter.

Zehn Jahre nach Nargis spricht Bischof John Hsane Hgyi mit einer Gruppe junger Regensburger

Katholiken in seiner Residenz neben der grün gestrichenen Kathedrale Sankt Peter von Pathein über Myanmars Stärken und Schwächen. “Seit 2010 hat sich die politische Stabilität verbessert. Es gibt Internet, und die Gesellschaft kann stärker mitreden. Die Provinz wird von der ehemaligen Oppositionspartei Nationale Liga für Demokratie regiert.” Gegenüber den Journalisten fügt er hinzu: “Euer Besuch wäre vor zehn Jahren unmöglich gewesen.”

Bischof John spricht mit einer Deutlichkeit, die ihn in Zeiten des Militärregimes in Schwierigkeiten gebracht hätte, die Probleme an. “Wir brauchen einen Rechtsstaat. Das Gesundheits- und Bildungssystem muss verbessert werden. Die Wirtschaftsentwicklung in der Region Pathein ist schwach. Es gibt nicht genügend Investoren, weil die Elektrizitätsversorgung zu schlecht ist.”

Während des jährlichen Monsuns stehen weite Teile des Irrawaddydeltas am Golf von Bengalen unter Wasser. Das ist gut für den Anbau von Reis, dem wichtigsten landwirtschaftlichen Produkt des Deltas. Die Monsunzeit ist aber auch Wirbelsturmsaison, und die Stürme werden durch den Klimawandel häufiger und heftiger. Die Vorsorge für Naturkatastrophen wie Nargis hat daher für die Karuna höchste Priorität.

Die katholische Kirche von Myanmar will aktiv am Aufbau der demokratischen Gesellschaft mitwirken. Dabei soll auch der Jugendtag helfen, zu dem mehr als 2.000 junge Katholiken erwartet werden. Pater Florence Aung Kyaw, Kanzler des Bistums Pathein, erklärt das Jugendtagsmotto “Der freudige

Diener des Herrn” in Anlehnung an das Lukasevangelium so: “Vom einzelnen Jugendlichen soll diese Freude in die eigene Familie wirken, ihre Integration in die Kirche stärken und von da zum Aufbau der Gesellschaft beitragen.”

Gottvertrauen allein reicht allerdings nicht zum “nation building”. Myanmars Kirche hat deshalb Bildung zur Toppriorität erklärt. “Ohne Schul- und Berufsausbildung haben die jungen Leute keine Chance, an Fortschritt und Entwicklung teilzuhaben”, betont Kardinal Charles Bo, Erzbischof von Rangun und zuvor Bischof von Pathein, im Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur.

In Pathein öffnete 2017 die katholische Privatschule St. John ihre Tore. “Aung San Suu Kyi hat der

Kirche wieder den Betrieb von Schulen erlaubt”, sagt Pater Florence. Nach anfangs 74 Schülern in St. John’s sind es schon 200 – Kinder aus katholischen, aber auch buddhistischen Familien. Selbstbewusst sagt Pater Florence: “Das katholische Bildungssystem genießt einen guten Ruf.” Ein kleiner Bildungssturm hat Pathein erreicht.

(KNA – skomn-89-00072)

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