40 Jahre Weltgebetstreffen von Assisi

Am 27.10.1986 lud Papst Johannes Paul II. Vertreterinnen und Vertreter der Weltreligionen zu einem Gebetstreffen nach Assisi ein. Im Mittelpunkt stand das gemeinsame Anliegen, für den Frieden zu beten und sich für ein gelingendes Zusammenleben der Menschen einzusetzen – jeweils aus der eigenen religiösen Tradition heraus. Diese Initiative wurde von seinen Nachfolgern weitergeführt und prägt die Entwicklung des interreligiösen Dialogs bis heute nachhaltig. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums in Assisi wird Papst Leo XIV. erwartet.

Auch auf lokaler Ebene gehören multireligiöse Feiern und Gebetstreffen inzwischen an vielen Orten, so auch in Frankfurt und an vielen weiteren Orten unserer Region, zu wichtigen Ausdrucksformen des interreligiösen Dialogs. Sie werden von Religionsgemeinschaften sowie von interreligiösen Netzwerken wie den Räten der Religionen getragen und öffnen Räume für Begegnung, gegenseitiges Verständnis und gemeinsames Engagement.

Diese Praxis stellt zugleich eine grundlegende theologische Frage: Wie ist gemeinsames Beten von Menschen verschiedener Religionen theologisch zu verstehen und zu gestalten? Multireligiöse Gebetstreffen sind damit eine bis heute aktuelle „Pragmatik zur Theologie der Religionen“ (Jan-Heiner Tück), in der konkrete Begegnung und theologische Reflexion untrennbar verbunden sind. Anlässlich des 40. Jahrestages des Friedenstreffens von Assisi nimmt die Veranstaltung diese Fragen auf und führt durch Beiträge aus verschiedenen Religionsgemeinschaften in die theologischen Grundlagen sowie in die Praxis des multireligiösen Feierns ein.

Zur Veranstaltung folgt ein Programm mit allen Referierenden.

Eine Veranstaltung der Diözesane Koordinierungsgruppe Islam (dki) im Bistum Limburg