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Neues Buch über jüdisch-muslimischen Dialog – Eine Handreichung

08. Dezember 2020
Buch, Herder, Interreligiöser Dialog, jüdisch-muslimisch, Rezension

Kein “Kuschelkurs”

Interreligiöser Dialog kann im Elfenbeinturm stattfinden – oder auch auf gesellschaftliche Veränderung zielen, indem er bei alltäglichen Begegnungen ansetzt. Zu diesem Aspekt ist jetzt ein neues Buch erschienen.

Von Leticia Witte (KNA)

Bonn (KNA) Interreligiöser Dialog bedeutet oft dies: Vertreter unterschiedlicher Religionsgemeinschaften kommen auf Podien oder auch in kleiner Runde ohne Öffentlichkeit ins Gespräch. Darüber hinaus gibt es etablierte Gesprächskreise. Die Spanne reicht von Treffen hochrangiger Religionsführer bis zu Zusammenkünften in Gemeinden. Oft geht es um Theologie – angesichts von Antisemitismus, Extremismus und Islamophobie aber zunehmend auch um gesellschaftspolitische Fragen.

Dieser Aspekt steht im Fokus des Buches “‘Und endlich konnten wir reden…’ – Eine Handreichung zu jüdisch-muslimischem Dialog in der Praxis”, das am Montag im Herder Verlag erschienen ist. Es entstand aus der Kooperation des jüdischen Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks (ELES) und des muslimischen Avicenna-Studienwerks sowie aus dem Austausch ihrer Stipendiaten im jüdisch-muslimischen Thinktank Karov-Qareeb. Dieser wurde 2019 auf die Beine gestellt; “Karov” (hebräisch) und “qareeb” (arabisch) bedeuten “Annäherung, Nähe”.

Die Publikation enthält Überlegungen zum interreligiösen Dialog, der neu und vor allem auf Dauer angelegt gedacht werden soll. Unter anderem werden bestehende Formate vorgestellt. Hinzu kommen konkrete Tipps für Veranstalter: Ist das Podium öffentlich? Wie schafft man eine respektvolle Atmosphäre bei konfliktträchtigen Themen? Welches Essen sollte angesichts religiöser Speisegesetze gereicht werden?

Zwei der Herausgeber, Jo Frank (ELES-Geschäftsführer) und Hakan Tosuner (Avicenna-Geschäftsführer), machen gleich zu Beginn klar: “Wir müssen reden”: über Gemeinsamkeiten und Unterschiede, den Druck auf die Religionsgemeinschaften und eine gemeinsame Herangehensweise angesichts des Erstarkens der Rechten. Sie betonen, dass ein Dialog von Empathie und Einigkeit, aber auch von Streit und Vorurteilen geprägt sein könne.

Wer jedoch an einem offenen und an Veränderung orientierten Gespräch interessiert sei, komme daran nicht vorbei: “Deshalb sparen wir in unserem Dialog nie das aus, was weh tut – wir suchen die Konfliktstellen und bearbeiten diese gemeinsam.” Und: “Wir werden uns im Religiösen nie einig, das ist und darf kein Ziel unserer Gespräche sein.” Nötig sei jedoch die Anerkennung dieses Umstands.

Frank und Tosuner nennen den Nahostkonflikt als Beispiel für ein Thema, das im interreligiösen Gespräch nicht gelöst werde. Sehr wohl könnten sich die Beteiligten jedoch über die menschliche Dimension verständigen. Oder über Antisemitismus innerhalb der muslimischen Gemeinschaft und über antimuslimischen Rassismus in der jüdischen Community. Nach außen gelte es zu zeigen, dass beide Minderheiten in sich vielfältig seien und nicht gegeneinander ausgespielt werden sollten.

Aus Sicht der beiden anderen Herausgeberinnen, Sonya Ouertani (Konzeption) und Rachel de Boor (Koordinatorin des Thinktanks), ist für den Dialog nicht nur das religiöse Bekenntnis ausschlaggebend – die Teilnehmer sind auch von ihren jeweiligen Weltanschauungen geprägt.

In seinem klugen Beitrag macht der Vize-Rektor der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, Frederek Musall, darauf aufmerksam, dass jüdisch-muslimische Beziehungen auch von “kleinen Geschichten” leben, aus denen man für das alltägliche Miteinander lernen und auch das Selbstbild infrage stellen kann – und dass sich nicht alle Widersprüche auflösen lassen, aber man dennoch gut damit leben kann: Besser an einem Ziel arbeiten als sich aneinander abarbeiten.

Die “Gebrauchsanweisung” wollen Frank und Tosuner verstanden wissen als eine “Aufforderung, nicht beim Reden zu bleiben. Wir wollen Gesellschaft neu denken und wir wollen handeln. Gemeinsam.” Schon alltäglich Begegnungen könnten jüdisch-muslimischer Dialog sein, zum Beispiel wenn man sich gegenseitig zum Essen einlädt und darüber etwas voneinander erfährt, wie Cecilia Haendler schreibt, die derzeit mit ELES-Unterstützung promoviert.

Die Beiträge zeigen, wie aktuell der jüdisch-muslimische Dialog ist. Und schon am Dienstag erscheint ein neues Buch zum Thema: der dritte Band von “Schalom Aleikum”, der jüdisch-muslimischen Dialogreihe des Zentralrats der Juden, mit dem Titel “Gehört werden – Jüdische und muslimische junge Erwachsene im Gespräch”.

© KNA

Beitragsbild: © Herder

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