Türkische Religionsbehörde lässt in Moscheen für den Sieg beten

Ankara (KNA) In den türkischen Moscheen ist am Wochenende offiziell für den Erfolg der türkischen Armee im Kampf gegen die Kurden im Norden Syriens gebetet worden.

In den mehr als 90.000 Gotteshäusern hielten die Imame Predigten zum Thema Eroberung. Die staatliche Religionsbehörde Diyanet hatte am Freitag ihre Kleriker aufgerufen, in den Gottesdiensten aus der 48. Sure des Koran zu rezitieren und für die Soldaten zu beten. Die Sure „Al-Fath“ (Der Sieg) bezieht sich auf die Eroberung Mekkas unter Mohammed im Jahr 630. Diyanet-Leiter Ali Erbas sagte: „Für den Sieg in der Afrin-Operation unserer heroischen Sicherheitskräfte im Kampf gegen terroristische Organisationen, die unser Land und unsere Friedfertigkeit bedrohen, soll die Sure Al-Fath vor, während und nach den Morgengebeten gelesen werden.“ Hunderttausende Gläubige folgten dem Aufruf und beteten am Wochenende in den Moscheen für das Militär.

Die Türkei hatte am Samstag die Boden- und Luftoffensive „Operation Olivenzweig“ gestartet, um in der Region um die Stadt Afrin gegen Stellungen der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) vorzugehen. Unterstützt wird sie von Kämpfern der freien syrischen Armee. Für Ankara ist die YPG ein Zweig der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, die in der Türkei für zahlreiche Terroranschläge verantwortlich ist.

(KNA – sklmm-89-00122)