Regierung und Muslime schließen Pakt für „italienischen Islam“

Rom (KNA) In Italien haben islamische Verbände und Regierung einen „nationalen Pakt für einen italienischen Islam“ geschlossen. Laut Medienberichten vom Donnerstag wurde das Abkommen in Rom von Innenminister Marco Minniti und Spitzenvertretern von neun islamischen Verbänden sowie den Moscheen in Rom und Palermo unterzeichnet. Die muslimische Seite verpflichtet sich darin, in den Moscheen Freitagsgebete auf Italienisch zu halten oder eine Übersetzung anzubieten. Zugleich sagen die Verbände der Regierung ihre Unterstützung im Kampf gegen islamistischen Fanatismus zu. Ausländische Finanzhilfen für Moscheen wollen sie künftig offenlegen. Die Regierung sagte unter anderem zu, sich bei den Kommunen für die Bereitstellung von Baugrundstücken für Moscheen einzusetzen. Innenminister Minniti bezeichnete das Abkommen als eine „außergewöhnliche Investition in die Zukunft“ Italiens. Der Pakt sei die Vorstufe zu einer förmlichen Vereinbarung. Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Italien (Coreis), Yahya Pallavicini, sprach von einer „neuen Phase der institutionellen Zusammenarbeit“. – Die islamischen Verbände und die beiden Moschee repräsentieren zusammen rund 70 Prozent der insgesamt 1,6 Millionen Muslime in Italien.

(KNA – rkmkm-89-00011)