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Bischöfe sehen Koalitionsvereinbarung zur Asylpolitik kritisch

20. Februar 2018
Asylpolitik, deutsche Bischöfe, Deutschland

Ingolstadt (KNA) Die katholische Bischöfe in Deutschland sehen die Koalitionsvereinbarung von Union und SPD zum Familiennachzug kritisch.

“Die Lösung, die da angeboten wird, ist nicht die, die wir begrüßen können”, sagte Kardinal Marx am Montag im Vorfeld der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Ingolstadt. Die Flüchtlingsthematik sei seiner Meinung nach zu sehr auf die Frage des Familiennachzugs verkürzt worden. Es gehe aber um eine umfassendere Thematik, etwa auch um Entwicklungspolitik. “Das ist vielleicht noch ein wenig ausbaufähig.” Grundsätzlich seien die Bischöfe “guter Hoffnung, dass endlich eine Regierung in Deutschland wieder an die Arbeit geht”, so der Konferenzvorsitzende.

Der Sonderbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für Flüchtlingsfragen, der Hamburger Erzbischof Stefan Heße, besuchte laut Marx am Montag das Transitzentrum für Asylbewerber in Manching bei Ingolstadt. Er werde der Versammlung von seinen Erfahrungen berichten. Die Einrichtung in Manching wird neben der in Bamberg immer wieder als eines der Vorbilder für die von Union und SPD vereinbarten Aufnahme- und Rückführungszentren genannt.

(KNA – skmlt-89-00113)

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