Die Lage im nordsyrischen Aleppo spitzt sich offenbar weiter zu. Der Der oberste Franziskaner im Heiligen Land ruft zum Gebet für die Bevölkerung auf.
Jerusalem (KNA) Die Lage in Syrien und insbesondere in der Stadt Aleppo hat sich nach Worten des obersten Franziskaners im Heiligen Land, Kustos Francesco Ielpo, weiter verschlechtert. Zwischen Regierungstruppen und Kurden gebe es intensive Kämpfe, die viele Bewohner Aleppos in die Flucht
getrieben hätten, teilte der Ordensmann am Mittwoch mit. Ein Teil hat demnach Zuflucht im franziskanischen Terra-Sancta-College gefunden.
Ielpo schreibt von menschenleeren Straßen in Aleppo und von Angst unter den Bewohnern. Pastorale Aktivitäten wie etwa Jugendtreffen mussten demnach abgesagt werden. Gottesdienste fänden aber weiterhin statt. Der oberste Hüter der katholischen Stätten im Heiligen Land rief zum Gebet für die
Christen Aleppos und Syriens sowie für die gesamte syrische Bevölkerung auf.
In Aleppo kämpfen Truppen der islamistischen Regierung gegen Angehörige der kurdisch dominierten Syrisch-Demokratischen-Kräfte. Berichten zufolge sollen die Regierungseinheiten auch Raketen, Artillerie und Panzer eingesetzt haben.
Die internationale Hilfsorganisation Help – Hilfe zur Selbsthilfe warnte am Mittwoch davor, dass die erneuten Kämpfe in weiten Teilen der Stadt zu massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens führten sowie die Versorgung der Zivilbevölkerung gefährde. Unter anderem habe auf Anordnung der lokalen Behörden die medizinische Unterstützung eingestellt werden müssen.
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