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Neue Spannungen überschatten Israels 70-Jahr-Feiern

18. April 2018
Gaza, Israel

Drohungen des Iran und Demonstrationen in Gaza. Von Johannes Schidelko (KNA)

Jerusalem (KNA) Überschattet von Spannungen an seinen Grenzen begeht Israel am Donnerstag den 70. Jahrestag der Staatsgründung. Mit einem Staatsakt am Sitz des Präsidenten und vielen Veranstaltungen im ganzen Land gedenken die Israelis – und mit ihnen die Juden in aller Welt – der “Wiederherstellung des jüdischen Staates im Lande Israel”.

Am 14. Mai 1948 rief der spätere Ministerpräsident David Ben Gurion im Tel-Aviver Dizengoff Museum den neuen Staat aus – 1.878 Jahre nach der Zerstörung des Jerusalemer Tempels und dem Ende jüdischer Souveränität. Am folgenden Morgen machten fünf arabische Länder mobil. Der arabisch-jüdische Krieg hatte begonnen. Eine dauerhafte Friedenslösung ist bis heute nicht in Sicht. Erst recht nicht, seit der israelisch-palästinensische Friedensprozess samt einer Zwei-Staaten-Lösung praktisch auf Eis liegt.

Von außenpolitischen Spannungen ist auf den Straßen von Jerusalem und Tel Aviv in diesen Tagen wenig zu spüren. Nach dem jüdischen Kalender fällt der Unabhängigkeitstag diesmal auf den 19. April. Viele Autofahrer haben das weiß-blaue Landesfähnchen mit dem Davidstern an ihr Fenster geklemmt, das von fliegenden Händlern an jeder Kreuzung angeboten wird. Müllabfuhr und Straßenreinigung sind im Großeinsatz. Die Straßen werden festlich beflaggt. Im Luftraum üben Fliegerstaffeln ihre Formationen für die bevorstehende Parade.

Allerdings dienen die Flugmanöver in diesen Tagen nicht nur dem Training für den Festakt. Als die Luftwaffe vergangene Woche über Tel Aviv unangekündigt Kampfsituationen simulierte und irritierende Kondensstreifen am Himmel auftauchten, liefen die Notrufleitungen heiß. Anders als vor 70 Jahren fürchten die Israelis nicht die nationalen Armeen ihrer Nachbarstaaten. Mit dem einstigen Hauptgegner Ägypten hat Israel nach weiteren Kriegen Frieden geschlossen. Auch mit Jordanien, das im Sechstagekrieg vor 51 Jahren die Westbank und die Jerusalemer Altstadt an Israel verlor, besteht seit 1994 ein Friedensabkommen. Seither herrscht Ruhe am Jordan und entlang der AravaSenke vom Toten zum Roten Meer.

Für Spannungen sorgen dagegen Konflikte an der Südgrenze und im Norden zu Syrien und dem Libanon. Sorgen macht weniger die Grenzlinie zum Sinai, den Israel 1967 besetzte und bis 1982 an Ägypten zurückgab. Seit der Errichtung eines Metallzauns ist die Zahl der Migranten aus Eritrea und dem Sudan kontinuierlich gesunken. Und eine Infiltration des auf der Halbinsel aktiven Islamischen Staates (IS) war für Israel bislang kein ernstes Problem.

Unberechenbar ist die Lage indes entlang des Gazastreifens. Seit drei Wochen praktizieren die Palästinenser dort eine neue Form des Widerstands – in einer weitgehend gewaltfreien Variante. Israel reagiert auf Angriffe gegen die Grenzanlagen mit einem Schießbefehl. Das Resultat laut palästinensischen Angaben: bislang 30 Tote und 2.000 verletzte Demonstranten. Dass die radikal-islamische Hamas die Anliegen der Demonstranten zunehmend für ihre Belange instrumentalisiert, dürfte die Wirksamkeit des Widerstands deutlich schmälern.

Noch komplizierter ist die Lage an der Nordgrenze. Eine direkte Konfrontation mit Syrien oder dem Libanon ist derzeit unwahrscheinlich. Ein Gefahrenpotenzial bergen aber das dortige Engagement Russlands und des Iran. Vor gut einer Woche wurden bei einem israelischen Angriff auf die iranische Luftwaffenbasis T4 bei Homs sieben Iraner getötet. Teheran drohte mit Vergeltung.

Auffallend zurückhaltend reagierten israelische Politiker auf den Angriff von Westalliierten auf drei angebliche Chemiewaffen-Ziele in Syrien. Sie befürchten, dass letztlich ihr Land die Konsequenzen seitens der Russen zu spüren bekommt – etwa indem sie Israels bisherige Bewegungsfreiheit im syrischen Luftraum gegen iranische Ziele einschränken. Besorgt blicken die Israelis daher an ihrem Unabhängigkeitstag Richtung Norden. Denn auch wenn der Iran eine direkte Konfrontation mit Israel scheut, hat er in der libanesischen Hisbollah und in syrischen Milizen kampfbereite Verbündete.

(KNA – skolr-89-00093)

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